Fachschaftsfahrt in den Harz vom 14. – 16. Dezember 2007

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Freitag, 14.12.07:

Nachdem wir um ca. halb vier alle eingetroffen waren, zeigte uns eine Mitarbeiterin des Forstamtes die Zimmer des Waldheimes und erklärte uns die Regelungen innerhalb des Hauses. Das Haus stand unserer Gruppe komplett zur Verfügung, mit Küche, Kaminzimmer und einem schönen Außengelände mit Lagerfeuermöglichkeit. Nachdem wir uns auf die Zimmer verteilt und an einem heißen Kakao aufgewärmt und entspannt hatten, machten wir uns in 4 Autos auf nach Goslar, um dort von der Stadt einen ersten Eindruck in abendlicher Atmosphäre auf dem Weihnachtsmarkt zu bekommen. Der Weg vom Waldheim zur Bundesstraße gestaltete sich vor allem bei Dunkelheit etwas abenteuerlich, da wir erst 3 km auf einem schmalen, leicht verschneiten Waldweg mit einigen tückischen Schlaglöchern zum Okersperrwerk herunterfahren mussten. Zurückgekehrt aus Goslar brachten wir den Kamin in Gang und verbrachten einen Abend mit Glühwein, heißem Kakao und Gesellschaftsspielen.

Samstag, 15.12.07:

Am Samstag machten wir uns nach dem Frühstück auf zum Nationalpark- Infohaus in Torfhaus, wo um 10 Uhr unser Programm anfing. Dieser Ort war 300 m höher gelegen als unsere Unterkunft und zeigte sich ganz in weiß. Zunächst verbrachten wir eine knappe Stunde im Nationalpark-Haus. Ein Mitarbeiter stellte uns den Nationalpark und seine Entwicklungszonen vor und erwähnte einige Besonderheiten, wie die Regenwassermoore in Berglage oder die Zone der natürlichen Fichtenwälder. Auch der Umgang mit dem Tourismus im Nationalpark Harz wurde thematisiert. Im Anschluss führte er uns auf einem ca. 12 km langen Rundweg durch den Wald des Nationalparks und um den Odersee. Während der Wanderung zeigte er uns verschiedene Entwicklungszonen und Maßnahmen, sprach ökologische Gegebenheiten an und berichtete über die Wiederansiedelung des Luchses im Nationalpark. Begleitet wurden wir von blauem Himmel, glitzerndem Schnee – und Eiseskälte! Nachdem unsere Wanderung um ca. 16 Uhr zu Ende war, nahmen wir die Anfahrt zum Waldheim diesmal von Osten aus über einen 7 km langen Waldweg in Angriff. Diese Strecke stellte sich allerdings als noch abenteuerlicher heraus... Den Rest des Tages verbrachten wir mit Essen kochen und am Lagerfeuer sitzen.

Sonntag, 16.12.07:

An diesem Tag mussten wir bereits nach dem Frühstück packen und saubermachen. Mit gepackten Autos machten wir uns noch mal auf den Weg nach Goslar, wo wir um viertel vor 11 an einer 2-stündigen Stadtführung teilnehmen wollten. Unsere Stadtführerin gestaltete einen interessanten Rundgang. Es wurde über die geschichtliche Entwicklung von Goslar und den Reichtum durch das Erzbergwerk gesprochen, aber auch über die Baustile in verschiedenen Zeitabschnitten, die Kaiserpfalz und moderne Kunst in der Stadt. Nach der Stadtführung gingen wir zu Fuß zum Rammelsberg, einem stillgelegten Erzbergwerk, heute UNESCO- Weltkulturerbe. Am 3. Advent öffnete das Gelände unter dem Motto „Weihnachtlicher Rammelsberg“ seine Tore. Die Besucher konnten sich frei auf dem Gelände bewegen, Museen besuchen und sich in die Zeit der Erzförderung zurückversetzen. Nachdem wir ca. 1 Stunde Zeit hatten, uns auf dem Gelände umzuschauen, trafen wir uns zu einer Führung durch den Roeder-Stollen. Ausgerüstet mit Helmen gingen wir durch den Stollen, der mit insgesamt 1000 Kerzen beleuchtet war, die die 1000-jährige Geschichte des Bergwerkes symbolisieren sollten. Unter Tage konnten wir riesige Wasserräder bewundern und einen kleinen Weihnachtsmarkt besuchen. Zurück am Tageslicht begaben wir uns, nach einem nochmaligen Schlenker über den Weihnachtsmarkt, zurück zu unseren Autos. Damit endete um halb 5 unsere Fachschaftsfahrt und nach 1,5 Stunden waren wir bereits zurück in Höxter.

Bericht: Andrea Früh

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